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PC demoralisiert.

Zu langes am PC hängen deprimiert. Eindeutig.

Ich war wieder mal auf Jebas Blog. Ist auch nicht mehr was er war. Aber ich hab mich an alte Zeiten erinnert, an Janni, an die Klapse… Irgendwie war es toll. Auch wenn es einfach Internetfreundschaften waren, es entwickeln sich eben doch Gefühle. Und ein schlechtes Gewissen, weil sich diese Bekanntschaften, so leicht man sie geschlossen hat, so leicht auch wieder auflösen.  Dann ist es, als wolle man Wasser mit den Händen festhalten. Man schreibt vielleicht nochmal eine Mail, Heey, schon lange nix mehr von dir gehört, blablah… Aber man kehrt nicht in die alte Welt zurück. Ich mein, Janni und ich schreiben uns vielleicht noch einmal im Monat eine Mail, aber man kommt halt doch nicht dazu, richtig richtig Kontakt zu halten, weil man ein wichtigeres Leben ohne Internet hat. Und das ist ja auch gut so; trotzdem ist es nicht leicht, sich zu lösen.

Gerade das Bloggen war da so eine Sache, Man hat sich ständig Stuss ins GB geschrieben und hat irgendwelche doofen Mutliuserblog-Clubs gegründet die dann natürlich nicht geklappt haben… Aber schön war’s allemal… Man hatte Leser… Jetzt ist das Bloggen anders. Es kommt mir richtiggehend doof vor.

Wenn ich mir meinen alten Blog ansehe, werde ich richtig wehmütig… Einerseits erinnere ich mich an die Ereignisse, die ich da beschrieben habe, andererseits an das ganze Drumdrum beim Blog, die Kommentare, die Leser… Es war so anders.

Ich weiss nicht. Bei irgendwelchen doofen Commiunities bin ich auch noch angemeldet, aber da bin ich ja sowieso nicht wirklich aktiv. Ich hab gute Lust, meine Online-Existenz vollends zu löschen. Aber ich kann es natürlich nicht. Einerseits ist da das Spasten-Forum, wo ich ein bisschen den Kontakt zu den Zürcher Leuten am Laufen halte, die seh ich ja auch nur wochenends, unregelmässig. Und das Halunken-Forum, wo ich doch noch hoffe, irgendwas auf die Beine stellen zu können bezüglich Fanclub und so… Und meinemusik.ch, eine eigentlich total geile Community, die aber nicht so recht aufblühen will. Dabei ist die Idee echt geil. Und last.fm, wo man so schön nach Musik stöbern kann… Aber ich hör ja sowieso kaum noch Musik am PC, von dem her macht das auch kaum Sinn. Und dann hat man noch die E-Mails, die man so oder so regelmässig checken muss, also ganz los davon kommt man ja doch nicht… Es ist zum Kotzen.

Eigentlich bin ich doch bloss komisch drauf, weil ich Ferien und sturmfrei hab. Wenn ich Ferien und noch dazu sturmfrei hab ist alles im Eimer. Dann weiss ich absolut nicht was tun. Entweder muss ich meine Zeit damit füllen, irgendwie was mit jemanden zum machen, oder dann bin ich zu Hause und tue irgendwas im Haushalt oder ich sehe fern, aber ich bin immer so unbestimmt – ich weiss nicht, was ich tun muss. Oder eben, ich flüchte mich immer in Dinge, die ich scheinbar tun muss. Ich mache die Wäsche, bügle, putze, blah, das ist konstruktiv, das muss ich scheinbar tun. Oder wenn ich weggeh, das muss ich mir gönnen, in dieser Zeit kann ich nicht denken was ich eigentlich sonst noch tun sollte, denn da habe ich ja was abgemacht. Oder ich sehe eben fern, dann muss ich nicht denken. Wenn ich mal nichts von all dem tue, bin ich absolut haltlos. Es ist komisch. Es ist, als hätte ich nichts zum festhalten. Die Schule macht mich kaputt. In der Schulzeit weiss ich, dass ich immer etwas tun muss, da lebe ich nach festgelegten Richtlinien – Schule, HAs, schlafen, Wochenende bisschen feiern oder entspannen – aber in den Ferien sind die weg, und es ist, als hätte ich kein Koordinationsgefühl – nur eben nicht physisch, sondern psychisch.

Das brutale ist ja dass ich weiss, irgendwo im Hinterkopf, dass ich eben doch noch total viele Schulsachen zu tun hab. Aber ich darf sie noch nicht machen; meine Ferien haben ja erst angefangen, ich weiss ja aus Erfahrung, ich habs so oft probiert, dass ich Schuldinge nicht anfangs Ferien erledigen kann. Eigentlich muss ich mich erst am WE vor Schulanfang dahintersetzen, vorher klappt ja sowieso nicht. Nein, am Sonntagabend, auch wenn es dann unmöglich ist, alles zu erledigen, aber vorher hab ich ja immer noch Zeit, es aufzuschieben also klappt es nicht! Ich werd richtig wütend.

Mein Gott, es kommt nur scheisse raus. Eigentlich will ich bloss was mit Dennis machen. Das ist eine andere Welt. Da muss ich nicht denken, aber nicht wie beim Fernsehn, ich lebe, ohne denken zu müssen. Aber er hat natürlich keine Ferien gekriegt. Eigentlich sollte ich ein Rezept für ihn kriegen. Und er kann dann ein Arztzeugnis vorlegen, sorry Chef, aber ich muss zu meiner Freundin, sonst wird sie depressiv oder irgendsowas. Wär doch toll. *seufz* Naja, morgen werd ich wohl wieder den halben Tag verpennen und dann vielleicht mal zum Vater putzen gehn… War letzte Woche nicht da als er noch in den Ferien war, hoffentlich sind seine Pflanzen nicht verreckt. Naja. Er ist sowieso egal. Herrlich. Wenigstens ist mir mein Vater egal.

Wieso zur Hölle…

…schreibe ich so viel über Liebe!? Es schockiert mich doch ein bisschen, wenn ich so meine Tag-Wolke betrachte und die herausstechenden Schlagwörter “Liebe” und “scheisse” sind… Wie kommt’s, dass ich so viel über dieses Thema schreibe, von dem ich immer behauptet hätte, es sei das schrecklichste Ding, das man in der Literatur thematieseren kann… Gut, ich schreibe auch keine Geschichten darüber, ich schreibe einfach so meine Gedanken auf. Trotzdem. Es ist grässlich. Dennis hat mich kaputt gemacht. Ich schreibe zu viel über Schmalz und Kitsch, grässlich, grässlich, bah, bah…

Und wieso zur Hölle war ich fast das ganze Wochenende zu Hause ohne etwas konstruktives zu tun!? Ich hätte genug Schulsachen zu tun gehabt, aber ich hab es, einmal mehr, nicht geschafft, mich richtig dahinterzuklemmen. Geht nicht, funzt nicht, keine Ahnung wieso. Ich sollte jetzt noch dringend Lateinwörtchen lernen und noch etwas Gitarre spielen, aber es ist doch schon so spät und ich will doch bloss schlafen gehn…

Nonetheless war das Wochenende gemütlich. (Wieso zur Hölle  benutze ich plötzlich so oft englische Sub- Und Konjunktionen? Mir fällt das deutsche Wort nicht ein…) Am Freitag war ich doch tatsächlich an einer House-Party! Ein Typ aus meiner Klasse ist 18 geworden. Das war schon fast Pflicht. War jedenfalls echt lustig, mal so mit den Leuten aus der Klasse ein bisschen zu feiern… So unter der Woche hat man doch viel zu selten gute Laune, da kann ja keine gescheite Beziehung zueinander entstehen.

Am Samstag dann war schon wieder so eine Art Schulausflug angesagt… Ich wollte eigentlich bloss Hamlet in der Mausefalle schauen gehn, da kam raus dass mein Deutschlehrer am gleichen Abend hingeht wie ich, und hat dann gefragt ob ich vorher noch mitkäme zum Pizzaessen. Anstatt dass ich mit meiner normalen Begleitung einfach zu der Pizzagesellschaft dazugestossen wäre, war ich dann schlussendlich, bedingt durch einen Platten der Kollegin, mit ihnen dort; einigen Viertmarlern, meinem Deutschlehrer samt Freundin, meiner DIrektorin und noch irgendeiner anderen Lehrerin oder Sekretärin oder wasweissich was das ist… Irgendwie beängstigt mich im hinterher der Gedanke, dass ich mit meiner Schuldirektorin essen war.
Der Hamlet war sehr gut, und schlecht. Leider. Sehr gut war die doch sehr moderne Umsetzung, unter anderem mit der Idee, vier verschiedene Hamlets zu bringen, in Form von vier verschiedenen Schauspielern die Hamlet jeder anders interpretierten; toll war die Kulisse, eine Stellwand mit eigentlich fünf Wänden, drei Weissen und zwei durchsichtigen Plexiglasdringern, immer abwechselnd hingestellt und verstellbar, sodass man das Konstrukt je nach Szene bequem verstellen konnte. Sehr gut waren fast immer fast alle Hamlets, wobei natürlich Leonardo der beste, nein, perfekt, war, ich liebe den Typen, Bewunderung pur… Sehr  gut war die Art, wie sie den Geist des Vaters darstellten; die jeweils drei anderen Hamlets, die dann eben nicht Hamlet spielte, stellten sich zusammen, und bewegten sich und sprachen synchron, was dann den Eindruck von so einer verstellten, mehrstimmigen Stimme vermittelte, kam echt gut rüber; genial gemacht war die Schlussszene, der Fechtkampf mit Laertes, der Tod der Königin, des Königs, des Laertes und dann eben des Hamlet… Gespielt von Leo natürlich, er ist soo schön gestorben, ich bin selbst fast mitgestorben, die Szene hat’s echt gebracht.
Leider hatte es doch auch einige Schwächen; so gab es Schauspieler, bei denen man zeitweise oder gar immer doch relativ gut merkte, dass es Laienschauspieler sind, was dann doch schade ist, wenn man nebenbei solche hat, die es so gut wie Profis machen. Auch hatte es gewisse Längen, und leider, leider war Orphelia anfangs etwas enttäuschend. Erstens war sie nicht hübsch, und das störte mich dann schon etwas; Orphelia hat für mich hübsch zu sein, basta. Überzeugt hat sie mich auch nicht wirklich. Später dann, als sie verrückt geworden war, das war ein Fest, die Frau hat es allen gezeigt. Mit ihren Liedern, die sie gesungen hat, das hat einem glatt eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Uund die Kostüme waren schrecklich; es waren gar keine Kostüme, es waren bloss so Alltagsklamotten, eigentlich, trotzdem trug dann plötzlich einer wieder einen altmodischen Anzug und die Königin eine Art Mieder; die vier Hamlets waren gut, alle mit Jeans und schwarzem Hemd wirklich gleich angezogen, aber abgesehen davon schienen die Kleider nicht wirklich aufeinander abgestimmt zu sein.
Insgesamt war’s jedoch toll, vorallem bei dem Schluss, da hat musste man alles verzeihen.

Heute kam dann gegen Nachmittag Dennis zu mir, und wir gingen in’s Titty Twister. In Fulenbach. Ja, in Fulenbach gibt es ein Titty Twister. Zumindest, wenn Chilbi ist. Es ist wirklich gemütlich, eine kleine Bar in einer Art Grotte, wo kaum zwanzig Leute darin Platz haben, aber gemütlich ist’s allemal. Ich bin da also mit meinem Dennis Jacky-Cola schlürfend im Titty Twister gesessen und habe mir mit ihm über Gott und die Welt gequatscht. Ich liebe es, mit ihm zu plaudern. Es gibt nichts schöneres. Überhaupt gibt es nichts schöneres als mit ihm zusammen zu sein. Nein, halt, stopp, ich darf mich nicht wieder gehen lassen… Also, jedenfalls musste er um acht schon wieder gehen und jetzt sitze ich hier und schreibe diesen eigentlich total überflüssigen Blogeintrag. Dabei sollte ich eigentlich Lateinwörtchen lernen und Gitarre spielen und schlafen.

Wieso zur Hölle ist das Leben kein Spielplatz mit viel Zuckerwatte und Schwarztee!?

Ich weiss nicht, was, wie, wieso. Die ganze Scheisse ist viel zu kompliziert. Woher soll ich bitteschön wissen was ich machen soll? Wer sagt es mir? Ich mir selbst sicher nicht. Egal was ich tue, ich bin nicht langfristig zufrieden. Egal ob ich mir nun ständig gesellschaftskritische Gedanken mache und Max Havelar-Kaffee dazu schlürfe oder ob ich mich mit irgendwelchen Leuten betrinke und Blödsinn von mir gebe oder ob ich’s einfach chille und mir nicht allzu viele Gedanken mache und einfach vor mich hin lebe, von allem ein bisschen habe… Es macht nicht zufrieden.

Ist ja auch logisch. Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Man wird nie Zufriedenheit finden, wenn man sie in der materiellen Welt sucht. Auch nicht in der Liebe oder der Freundschaft, ich keinem von allen weltlichen Dingen, auch wenn die Motive auch noch so edel sind. Man ist vielleicht fünf Tage lang unglaublich glücklich weil man ununterbrochen mit dem Menschen den man liebt zusammen ist. Oder man ist stolz auf sich und hat das Gefühl etwas für die Welt getan zu haben weil man auf einer Demo gegen die Abholzung des Regenwalds war, oder man freut sich riesig über die neue orange überbreite Stoffhose mit den kleinen Glöckchen daran oder durfte mal einfach nichts fühlen weil man sich vollaufen gelassen hat. Aber auf alles Schöne und Gute folgt etwas Unangenehmes, irgendwelche Schmerzen; es ist ein ständiges auf und ab, und diese wirkliche tiefe richtige Zufriedenheit ganz tief im Herzen hat man nie.

Aber wo bitteschön soll man dann suchen? Ich kann nicht an einen christlichen Gott glauben, denn ich weiss, dass das eine eingeschränkte Sicht ist, die ich nicht voll und ganz akzeptiere. Eigentlich könnte man sich in jeder Religion finden, und es ist auch gut, sich in der Religion zu finden, die der eigenen Kultur entspricht, was dann also das Christentum wäre. Es ist unwichtig wie der Gott und wie der Prophet heisst, die Grundsätze sind überall gleich. Und wie man es dann lebt muss jeder selbst wissen.
Aber das geht nicht. Ich kann nicht glauben. Gut, das müsste ich auch nicht, ich weiss nicht…
Es geht einfach nicht, sich von der Welt lösen, wenn man in der Welt lebt. Wie soll ich die Mitte von allem finden? Wie soll ich jeden Menschen lieben? Wie soll ich nicht urteilen, nicht richten, mich weiterentwickeln… Immer das Gegenteil von dem tun was ich eigentlich tun wollte weil sowieso alles falsch ist was man tut…
Ist es schlussendlich nicht scheissegal? Ist es nicht scheissegal, wenn wir den ganzen Regenwald abholzen und die Umwelt verschmutzen und das Klima bis ins unerträgliche verändern… Schlussendlich gewinnt sowieso die Natur, wenn wir die Welt zerstören, zerstören wir uns ebenso; mit dem kleinen Unterschied, dass die Natur von dem Schlag erholen wird, die Menschheit stirbt vielleicht aus und ist dann weg. Wär doch irgendwie viel besser, dann muss sich keiner mehr so viele Gedanken machen.

Wer sind wir eigentlich, dass wir uns anmassen zu glauben, dass wir irgendetwas wert sind? Im Geographieunterricht wird doch stets das Beispiel mit dem Buch gebracht: Wenn die Geschichte des Planeten Erde zusammengefasst würde auf ein Buch mit tausen Seiten, wäre die Ära der Menschen der letzte Satz auf der letzten Seite des ganzen Buches. Also gar nichts. Was massen wir uns also an zu glauben, dass wir hier irgendetwas besonderes zu tun oder zu bewirken hätten?

Auf eine Art darf ich mich sehr glücklich schätzen. Ich kann mir aus fast allen Relgionen und Glaubensweisheiten und Ansichten die auswählen die mir am besten gefällt. Ich könnte Christin sein, ich könnte Hindu sein, ich könnte Atheistin sein, Hedonistin, Nihilistin, alles egal; ich würde mit all diesen Einstellungen zurecht kommen und mich in sie hineindenken und -leben können. Und doch wieder auch nicht. Weil ich eben weiss, dass ich mir bloss eine ausgesucht hätte; vielleicht die Bequemste, vielleicht die Interessanteste, vielleicht die Extremste, ganz egal, aber ich würde sie niemals aus Überzeugung leben, denn ich wüsste genau, dass alles andere auf seine Art auch stimmt. Und dass ich es mit keiner von diesen Varianten schaffen kann, wirklich richtig und für immer zufrieden zu werden. Ich kann mit Keiner das perfekte Grau aus dem Schwarz und Weiss des Lebens mischen. Es geht nicht. Und ich muss einfach leiden. Und dann geniessen und dann wieder leiden. Und damit werde ich mich nie abfinden können.

Musiksucht?

Es ist echt krank. Ich kann nichts anderes mehr hören als Opeth, Fear of a Blank Planet und die EP Nil Recurring dazu von Porcupine Tree, und vielleicht noch Light of Day, Day of Darkness von Green Carnation.
Mich interessiert nur neuer alter Sound von Opeth, ich habe das Gefühl, dass man bei dieser Band nie einen Fehlkauf machen kann… Es hört sich einfach alles absolut geil an, ich liebe es. Spezieller wohl das alte Zeug, das noch fast nach Black Metal tönte zum Teil, aber mit etwas Gewöhnung, Opeth so anders zu hören, würde mir auch das gefallen.

Es ist krank, ich kann gar nichts anderes mehr hören. Ich tue es zwar ständig, wie um nicht abhängig zu werden. Ich denke mir, komm schon, das geht doch nicht, du hast die letzten zwei Wochen nur Opeth gehört, du kennst es echt auswendig, hör mal was anderes. …Nein, nicht Porcupine Tree, das hörst du auch ständig, ist ja unglaublich, jetzt hör mal was anderes… Gut, hören wir ein bisschen Led Zeppelin. Hmm, ja, schön, toll, uhh, geiles Gitarrensolo… WO IST OPETH?! Mein Sound gefällt mir nicht mehr richtig, hört sich schräg an in meinen Ohren, ich hör bloss noch: schlecht produziert, flache Atmosphäre, kein Ausdruck, oder billig, da kann ich ja besser Gitarre spielen, und so weiter… Das macht mir Angst, und ich habe auch Angst, meiner momentane Neigung nachzugeben. Ich habe Angst, dass ich richtig süchtig werde und nichts mehr anderes will. Das ist wie, letztes Wochenende hab ich total viel geraucht… Dieses Wochenende rauch ich nichts, sonst werd ich noch vollends süchtig.

Aber es ist doch bloss Musik! Mein Gott, das ist doch nicht ungesund, im Gegenteil, gute Musik ist gut für den Geist… Ich hab bloss Angst, dass ich plötzlich all meine CDs verkaufen muss ausser den zehn Stück die mir noch gefallen…

Ich hab aber eine Notlösung gefunden, ich höre einfach neues Zeug von Opeth. Das kann ich gierig aufsaugen, ohne schlechtes Gewissen, denn es ist neu, nicht das Zeug dass ich schon immer gehört habe… Werde wohl etwas Geld sparen müssen für CDs.

Und dann versuche ich es mal mit Eluveitie. Auch hart und atmosphärisch, aber Pagan, also doch was ganz anderes. Wenn ich es schaffe, das in meinen Ohren normal klingen zu lassen, schaffe ich vielleicht auch den Sprung auf andere Musik. Und dann kann ich vielleicht eines Tages wieder normal Musik hören.

Paranoia?!

Aber Pink Floyd geht. Das ist herrlich. Pink Floyd geht immer immer immer immer. Es ist zwar der Kampf vor dem CD-Regal, eigentlich will ich Opeth, aber ich nehm jetzt Pink Floyd. Und wenn die Scheibe sich dann mal dreht beruhige ich mich ein bisschen und kann es normal hören. Trotzdem ist es schwierig, es überhaupt einmal einzulegen…
Trotzdem, Pink Floyd geht. Pink Floyd geht absolut immer. Schön.

Freie Zeit

Da hab ich mal endlich Ferien, richtig Ferien, geh nicht weg, hab nicht viel ernsthaftes zu tun, und darf merken, dass ich absolut nicht mehr mit Freizeit umgehen kann.

Als Kind ist das noch einfach, da beschäftigt man sich so schnell mal mit etwasem, oder langweilt sich eben mal ein bisschen, ich weiss ja nicht, aber da ist ja sowieso alles egal… Aber jetzt ist es total anders… Ich könnte vieles tun, ich könnte weggehen, ich könnte ein Buch lesen, ich könnte etwas schreiben, ich sollte Schulbücher lesen, sollte mein Zimmer ausräumen um leer zu machen für den neuen Fussboden, ich könnte mich etwas mit meiner Mutter unterhalten…
Aber ich häänge komisch herum und tue nichts, bin lustlos und unmotiviert. Heute abend zum Beispiel habe ich mir erst eine doofe Vampierserie und danach die letzte Hälfte eines doofen Hollywood-Schnulzen-Irgendwas-Films angeschaut. Ich meine, schon dass es irgend so ein Blödsinn ist, aber dann noch die zweite Hälfte, die schaut man sich doch nicht an ohne die erste gesehen zu haben… Aber bei solchen Filmen ist das eigentlich schnurzegal, nach fünf Minuten weiss man alle relevanten Dinge um den Rest des Filmes zu verstehen, und das ist das eigentlich Deprimierende daran.

Als ich dann den Fernseher ausgeschaltet hatte und da so im Dunkel der Wohnung sass wurde mir erst richtig bewusst, was das heute für ein überflüssiger Tag gewesen war. Ich habe war meinen ganzen Schrank ausgeräumt, aber das ist ein Ding von höchstens einer Stunde, und die Dinge auf dem Schrank sind die eigentliche, natürlich noch unberührte Arbeit.
Ansonsten habe ich nichts konstruktives getan, einige Seiten der Hesse-Biographie gelesen, die eigentlich unheimlich spannend wäre, aber ich setze mich natürlich nicht hin und lese eine Stunde, nein, ich denke, ich sollte mein Zimmer ausräumen. Also tue ich das, aber da ich ja noch sooo viel Zeit habe um das zu tun nehme ich es überhaupt nicht ernst und mache es nur so ein bisschen.

Ich kann nicht mit zu viel freier Zeit umgehen, das ist deprimierend und fatal, denn so kann ich gar nichts richtig tun, nicht richtig entspannen, nicht richtig arbeiten, gar nichts.

Ach, schlussendlich ist das doch sowieso alles Blödsinn… Eigentlich warte ich doch sowieso nur auf’s Wacken, auf ein paar richtig geile Tage und dann ein paar richtig chillige Tage mit Ozzy. Zwei verdammte Wochen in denen meine Eltern weg sind und ich tun kann was ich will, mal richtig ignorieren kann dass ich noch zu Hause lebe und nur geniessen dass ich mit Ozzy zusammen bin. So läuft Freizeit.
Bei Ozzy kann ich mich sowieso viel besser entspannen, kann wirklich loslassen, bei ihm denke ich nie, ich müsste noch irgendwelche blöden Dinge machen, denn das interessiert mich dann absolut überhaupt kein bisschen und gar nicht. Dann gehen wir an irgendwelche Konzerte, mit Freunden etwas trinken, liegen stundenlang im Bett rum, schauen Scrubs, trinken Tee, … Es ist die reinste Wonne, richtige Ferien. Eine Oase mitten in Zürich. Ozzy die Oase… Das könnte einen doch glatt zum Lachen bringen.

Obwohl mein Magen knurrt werd ich nun die zweite Oase aufsuchen, in der ich mich immer perfekt erholen kann, und das wäre mein Bett. Ohh ja, Schlaf ist die zweitschönste Aktivität regelmässig in einem Bett praktizierte Aktivität, und ebenso oft und ausgiebig zu geniessen wie die Erstschönste, wenn man alt, gesund und zufrieden werden will.

Glücklich

Ich bin einfach nur glücklich. Unglaublich, aber wahr! Ich bin zufrieden, fühle mich gut, alles ist okay und toll.

Es waren schon nur kleine Dinge, über die ich mich heute unglaublich gefreut habe. So habe ich mich zum Beispiel einige Kleider gefärbt. Meine beiden Sommerkleider im ungeliebten Blau sind nun grün, wundervoll. Und einige weisse Hosen und Shirts sind hellgrün, der Ton ist zwar nicht ganz so wie ich ihn mir erhofft hätte, aber besser als weiss. Hat sich also gelohnt.
Ausserdem haben wir heute Muffins gebacken. Sie sahen zwar erst unglaublich hässlich aus wegen der blauen Beeren, die den Teig unschön grau gefärbt haben, aber nach dem Backen sahen sie dann doch ganz akzeptabel aus. Sie sind aber noch warm; morgen zum Frühstück gibt’s also Muffins mit Milchkaffee.
Weiter habe ich heute ein halbes Spanischbuch ausgelesen… Es handelt sich zwar um einen Easy Reader mit dreissig Seiten, aber das ist egal, ein halbes Buch ist ein halbes Buch. Immer schön positiv denken.

Der Höhepunkt des Tages war wohl trotzdem Robins Brief. Meine Mutter hat ihm aus dem Briefkasten gezogen, als wir uns auf den Weg in ein Einkaufszentrum machen wollten, so blieb er erst einmal im Auto liegen, ich wollte ihn alleine lesen. Man weiss ja nie was in so einem Brief alles drin steht. Dann wieder zu Hause angekommen hab ich mich gleich im Zimmer verkrochen um ihn zu lesen. Es war sehr erfrischend, wieder mal einige dieser karierten Blätter mit der kleinen, kaum entzifferbaren Schrift, gschrieben mit blauen Kugelschreiber, in der Hand zu halten. Noch erfrischender jedoch war der Inhalt des Briefes. Es geht ihm gut. Das ist eigentlich die Essenz des Briefes. Und das ist es auch, was ich hören wollte, und das freut mich ungemein. Wirklich, es erstaunte mich zu spüren wie sehr ich mich darüber freute und immer noch freue, dass es Robin gut geht. Vielleicht ist es auch eine Art Erleichterung zu wissen dass er sich wieder gefangen hat und ich nicht irgendwie daran Schuld bin dass er jetzt depressiv ist oder wasweissich… Aber vielmehr spüre ich schon, dass es mich einfach nur freut, einen ehemals geliebten und jetzt immer noch geschätzten Menschen in einer guten Situation zu wissen. Er wird immer wichtig sein für mich.

Vielleicht gerade dadurch habe ich heute auch sehr viel an Ozzy gedacht. An unser gemeinsames Glück, so unfassbar es auf eine Art ist. Ich bin einfach nur glücklich mit ihm. Nicht dass er perfekt wäre und unsere Beziehung perfekt wäre, aber er ist toll und unsere Beziehung ist toll und unsere Liebe sehr stark; ich bin einfach nur glücklich.
Am Samstag, als wir von einem kleinen Konzert bei mir im Kaff nach Hause gingen, kamen wir irgendwie auf das Thema heiraten. Ich weiss ja, dass er so ein Anti-Heiraten-Typ ist… Ich kann mich auch gar nicht mehr richtig an den Zusammenhang erinnern, aber er sagte an diesem Abend zu mir “Dich würde ich heiraten.” Jetzt fällt mir gerade auf, dass man dieses “würde” noch hinterfragen kann, aber das ist Blödsinn, darum geht es nicht, es könnte auch ein “werde” sein, das ist hier gleichbedeutend…
Es ist so unglaublich lächerlich, mit sechzehn bzw neunzehn, vorallem wenn’s die erste Freundin ist, vom Heiraten oder solchen Dingen zu sprechen, und doch gehe ich automatisch davon aus, dass dieser Mann mich noch bis ins Alter begleiten wird… Ich plane schon automatisch meine Nachmaturzeit mit ihm als festen Bestandteil davon. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn sein soll. Ich will es auch gar nicht. Aber trotzdem weiss ich natürlich, dass es Paare gibt, die drei Jahre zusammen sind und sich dann plötzlich trennen. Man hat sich so daran gewöhnt, dass die zusammen sind, dass man es gar nicht mehr anders kennt, und plötzlich haben sie sich getrennt. Ich will nicht, dass das so endet. Auch wenn ich weiss, dass es in einem halben Jahr vielleicht ganz anders aussehen wird, dass ich dann vielleicht in einer ganz anderen Situation bin wo ich andere Bedürfnisse und Wünsche habe und wo er dann nicht mehr reinpasst, oder dass das Gleiche bei ihm passiert. Mein Gott, ich will doch nur dass er bei mir bleibt…

Jetzt werd ich doch noch wehleidig, obwohl ich eigentlich einen durch und durch glücklichen Eintrag schreiben wollte. Es ist wohl besser, wenn ich es lasse. Und als nächstes muss ich über allgemeinen Weltschmerz schreiben, das liegt mir eher.

Demoralisiert?

Ohh ja. Demoralisiert. Demotiviert, frustriert, abstrusiert, verwirrt, überfordert und einfach nur kaputt.

Ich mein, es ist ja nicht so dass ich auf morgen 19 Seiten Franzvoki lernen muss, neeeinein. Wenigstens ist die Prüfung gleich in der ersten Stunde, dann hab ichs schnell durch. Und anstatt zu lernen blogge ich, mein Gott, mein Gott… Ich weiss nicht mal, welche Taktik die beste ist. Alle Seiten flüchtig durchlernen, damit man wenigstens ein bisschen Ahnung von allem hat, oder einige gründlich lernen, dass man sie dann auch wirklich kann? Ich denk, zweiteres ist doch besser, denn wenn man sie flüchtig durchlernt bleibt gar nichts hängen; die einfachen Wörter kann ich auch ohne sie vorher angeschaut zu haben, und die schwierigen kann ich nur wenn ich sie gründlich gelernt habe. Da macht man schon nur ein de anstatt à falsch oder ein kleiner Rechtschreibefehler und schon ist ein halber Punkt weg. Und diese dummen halben Abzüge häufen sich eben so gern. Nein, ich denke, ich werde es wie letztes mal machen, da hatte ich zumindest noche eine genügende Note. Nur, da hab ich innerhalb von einer Woche sechs von achtzehn Seiten gelernt, faul wie ich bin…

Ich bin trotzdem gegen Nachtschichten, das geht überhaupt nicht, gerade bei Voki, da geht irgendwann nichts mehr rein und fertig. Und man muss schlafen gehn. Und das dumme Buch untern Kopf legen und hoffen dass das Wissen wie ätherische Öle aufsteigen und ins Hirn einsickern. Welch naives Weltbild… Aber was soll’s? Eine vier in Franz, wen interessierts… Auch wenn ich mal sechsen hatte… Egal… Egal…

Edith sagt dass die Prüfung scheisse gut gelaufen ist, verhältnismässig. Sollte eine genügende Note geben. Meine Viereinhalb bleibt.

Ich bin so unglaublich glücklich, dass unser unfähiger Franzlehrer weg ist nächstes Jahr… Der Mensch ist einfach nicht geeignet. Es kann nicht jeder Bauarbeiter werden. Es kann nicht jeder Buchhändler werden. Es kann nicht jeder Arzt werden. Und er sollte einfach nie Lehrer geworden sein.A
Aber das hat er jetzt offensichtlich eingesehen. Er geht jetzt in irgendein Forschungsprojekt, in Richtung Historik. Nichts mehr Französisch, nichts mehr Lehrer. Das ist gut so, für ihn wie für uns. Nächstes Jahr haben wir eine Dame namens Bauder, scheinbar streng, aber nicht unangenehm, und man wird seriös auf die Matur vorbereitet. Das stellt so ziemlich das Gegenteil von dem anderen dar, und das ist genau das was unsere Klasse braucht und was ich gerne hätte. Nächstes Semester hab’ ich eine fünfeinhalb in Franz.

Die Schule demoralisiert. Aber glücklicherweise nehm ich es momentan locker. Locker im Sinn von, lernen, was soll’s, machen wir mal. Naja. Sonntagabend werd ich anders daherreden, aber sprechen wir von jetzt. Jetzt kann ich bis halb fünf hier rumsitzen und lernen, da ich keine Schule habe, und dann geht’s ab nach Zürich, zu meinem Schatz. Wie schöön…

Aber morgen früh reist er ab Richtung Türkei, für eine ganze Woche. Zwar kann ich ihn dann am Sonntag in einer Woche wieder sehen, also nicht so ungewöhnlich, aber es ist so komisch ihn so weit weg zu wissen… Das stresst mich. Ich werd mich einfach für eine Woche in die Schule vertiefen, als ob es nichts anderes gäbe nebendran. Mein Leben wird Schule sein. Vielleicht schreib ich dann ein paar gute Noten. Oder auch nicht, ist ja egal. Ich bin jedenfalls froh, wenn Ferien sind.

Watershed

Ich bin grad total konfus.

Erst dacht ich, die neue Opeth-Scheibe käme am 30.5. raus. Geil, kann ich mir sie noch reinziehn bevor ich sie am Rocksound Festival seh. Dann steht aber plötzlich auf der HP vom RSF, die Scheibe käme erst am 11.6. raus. Ich natürlich total verzweifelt, aber was soll man machen, wenn ich das Zeug zuerst live gesehen hab ist die Scheibe hinterher umso spannender (bei ‘ner Band wie Opeth ist das so). Sache abgehakt. Aber nein, natürlich nicht, zufällig merk ich, dass die Scheibe ja schon draussen ist, eben seit gestern, und ich dummes Huhn hab das voll verpasst… Hätt ich die Scheibe gestern bestellt oder wär sogar gestern oder heute in den Outsider gegangern und hätt sie mir direkt gekauft wär alles gut. Jetzt wird’s brenzlig, denn der Outsider hat Montag/Dienstag nicht offen, ich könnt sie also erst am Mittwoch holen, dort zahl ich aber 32.-. Ich hab sie mir bestellt für 8.- weniger, nur isses eben so dass das gute Stück wenns dumm läuft erst am Donnerstag ankommt… Das wär bööös, denn am Donnerstag spielen Opeth ja! *austick* Woah, ich weiss nicht was ich alles könnt jetzt, aber es wäre vieles. Hiilfe. Ich will doch bloss Opeth hörn. ;_: Ich hoff nur sie nehmen ordentlich Merchandise mit, hab kein Bock irgendwo Zeug zu bestellen wo ich hundert Franken Porto bezahl (mein Gott, ich übertreib ja schon als wär ich Serbe).
Wie auch immer, ich geh jetzt schlafen, muss morgen früh putzen gehn. *unterstromsteh*

Haartusse

Ich hab iim Moment eine Haarkrise. Fühl mich wie ‘ne riesige Tusse. würd sie am liebsten wieder ganz kurz abschneiden, aber nein, ich muss jetzt durchbeissen und sie wachsen lassen. Sie sehen auch gar nicht so schlimm aus, scheinbar. Sagen auch Leute die mich nicht anlügen. Es sehe gut aus. Mir geht’s abartig auf den Sack.

So hab ich mal ausgesehen. Ich find das Foto so krass… So seh ich eigentlich überhaupt nicht aus. Aber so hab ich offensichtlich mal ausgesehen. Ich würd alles dafür geben, wieder solche Haare zu haben… Aber das geht noch zwei, drei Jahre. *heul* Schrecklich. Ozzy hat sooo schöne lange Haare und ich da mit meinen halbkurzen Fusseldingern… Bah. *sfz*

Eigentlich ist die Lösung einfach. Nachfärben. Eine Packung Henna. Das ist echt ein totales Wundermittel, das ist bei mir wirklich immer so dass eine Packung Henna alle Haarsorgen für eine Weile wegbläst… Aber ich bin zu faul.

Mein Gott, ich komm mir wirklich vor wie die letzte Tusse… Naja, ich versuchs zu ignorieren. Also, nicht das mit der Tusse, sondern das mit den Haaren. Solange Ozzy mir nicht einen Papiersack über den Kopf stülpt ist alles ok.

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